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ISAR RADWEG 2019

Herschbach-Schenkelberger Radler an der Isar

Die Hobby-Radler und Ex-Kicker der SG Herschbach-Schenkelberg unternehmen seit 2003 ihre mehrtägigen Jahresfahrten überwiegend auf deutschen Fluss-Radwegen. Die Seniorengruppe war in der ersten Juliwoche auf Tour Nr. 17 an der Isar in Ober- und Niederbayern unterwegs, wo man den zunächst gletschergrün leuchtenden Fluss auf seinem landschaftlich reizvollen Weg vom Karwendelgebirge an der deutsch-österreichischen Grenze zur Donau begleitete.

In vier Tagesetappen wurden bei zumeist idealem Radlwetter 290 km zurückgelegt. Startort war die malerische, besonders durch seine Geigenbaugeschichte bekannte Marktgemeinde Mittenwald zwischen Karwendel- und Wettersteingebirge. Als Etappen- und Übernachtungsorte folgten die Kurstadt Bad Tölz mit ihren reich verzierten Häusern (Lüftlmalereien) im historischen Ortskern,
die Medienstadt Unterföhring im Norden Münchens, die Herzogstadt Landshut mit Burg Trausnitz und dem baukulturell bedeutenden, besterhaltenen historischen Stadtkern Deutschlands samt der stattlichen Stiftskirche „St. Martin“ (mit 130,5 m höchster Backsteinkirchturm der Welt) und schließlich die Nibelungenstadt Plattling wenige Kilometer vor der Isarmündung in die Donau.

Ein zusätzlicher (radfreier) Besuchstag wurde in der 1,5 Mio-Isar-Metropole München eingelegt. Stationen dabei waren u.a. Marienplatz, Rathaus, Frauenkirche, Viktualienmarkt, Hofbräuhaus und das Paulaner am Nockherberg.

Stopps zur Mittagszeit gab es für die 12 Teilnehmer am Sylvensteinstausee in Lenggries-Fall, an der Floßanlegestelle beim Brückenwirt in München-Grünwald, in Moosburg a.d.I. und in Mamming bei Landau a.d.I.. Zwischenstopps mit Trinkpausen wurden u.a. im Touristenort Wallgau, im Englischen Garten in München, in der Dom- und Universitätsstadt Freising und in der Kreisstadt Dingolfing (Standort BMW-Werk mit 18.000 Beschäftigten) eingelegt.

Die Hin- und Rückfahrt erfolgte mit der Bahn. Für den Rad- und Gepäcktransfer wurde wieder  ein Kleintransporter eingesetzt.

Bild 1 
Die 12 Teilnehmer in den Isarauen. V.l.n.r.: Matthias Kiefer, Klaus Ortseifen, Uli Hehl, Gerd Henkel, Eckhard Henkel, Ottmar Morgenschweis, Theo Günster (feierte zwei Tage vor Tourantritt seinen 80. Geburtstag), Otmar Weiand, Horst Höwer, Friedhelm Weiand, Eckhard Weber, Achim Kiefer.

 

Radtour Bremen-Nordseeküste-Hamburg 2018

In der letzten Juniwoche waren die Herschbach-Schenkelberger Senioren-Radler und Ex-Kicker auf ihrer 16. Jahrestour in Folge. Nach Bautzen-SpreeRadweg-Berlin im vergangenen Jahr radelte man jetzt in den norddeutschen Bundesländern Bremen, Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Hamburg. Mit Start in Bremen waren auf den Radwegen an Unterweser, Nordseeküste und Unterelbe bei gutem Radlwetter die Städte Nordenham, Cuxhaven, Stade und Hamburg die Zielorte nach vier erlebnisreichen Etappentagen über insgesamt 280 km.

Die Hin- und Rückreise nach Bremen und von Hamburg erfolgte mit der Bahn. Für den Rad- und Gepäcktransfer stand wieder ein Kleintransporter zur Verfügung, der die Gruppe auch auf den Tagesetappen begleitete. 

Am Anreisetag wartete die alte Hansestadt Bremen mit vielen Sehenswürdigkeiten auf. Der Besuch des historischen Marktplatzes mit dem prachtvollen Rathaus samt Ratskeller (UNESCO-Weltkulturerbe) sowie dem Bremer Wahrzeichen Roland und der Bronzeplastik Bremer Stadtmusikanten stand ebenso auf dem Programm, wie die fußläufigen Abstecher in das idyllische, mittelalterliche Schnoorviertel und die berühmte Böttcher-straße in der Altstadt. Auch die gastronomische Flaniermeile Schlachte entlang der Weserpromenade wurde durchwandert.

Die erste Radetappe durch die Wesermarsch endete – nach einem Zwischenstopp in der Hanse- und Kreisstadt Brake – im Übernachtungsort Nordenham, dem Tor zur Halbinsel Butjadingen. Am nächsten Morgen war nach einer 20-minütigen Überfahrt mit der Weserfähre Blexen die moderne Seestadt Bremerhaven zu passieren, wo das sehr beeindruckende und riesige Überseehafengebiet an der Wesermündung in die Nordsee durchquert werden musste, bevor im Küstenbadeort Dorum-Neufeld im Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer die Mittagspause anstand. Auf den Deichradwegen durch das Land Wursten wurde schließlich als nächstes Etappenziel das Nordseeheilbad Cuxhaven mit seinem Wahrzeichen Kugelbake erreicht, einem alten nautischen Seezeichen an der Elbmündung in die Nordsee. Am meist befahrenen Weltschifffahrtsweg (jährlich 80.000 Wasserfahrzeuge vom Ozeanriesen bis zum Fischkutter) wurde auch das Hafenbollwerk Alte Liebe besichtigt, ein ehemaliger Hafenanleger und Wellenbrecher aus dem Jahre 1733. Am jetzt als Aussichtsplattform genutzten zweigeschossigen Holzbauwerk legen täglich die Schiffe zu den Inseln Helgoland und Neuwerk an.

Nach dem Start zur 3. Etappe war schon gleich hinter Cuxhaven inmitten der am Deich weidenden Schafherden der über 120 Jahre alte Museumsleuchtturm Dicke Berta (Wahrzeichen des Küstenorts Altenbruch) zu bestaunen. Der mächtige Rundturm diente lange Zeit der Schifffahrt auf der Elbe und ist heute mit seinem Restaurant ein beliebter Treffpunkt für Trauungen und andere Familienfeiern. Die weiteren Stationen auf dem Nordseeküsten- und Elberadweg in Richtung Stade waren das Nordseebad Otterndorf (der Mündungsbereich der Elbe ist hier 17,5 km breit), die Marktgemeinde Cadenberge  und die Kleinstadt Hemmoor an der Oste. Hier wartete ein tolles sprich „schwebendes“ Erlebnis auf die Radgruppe, als man mit der einzigartigen Schwebefähre Osten-Hemmoor den Elbenebenfluss Oste in der Luft überquerte. Die 110 Jahre alte Fähre steht heute als technisches Kulturdenkmal unter Schutz. Am Weihnachtspostamt im Christkinddorf  Himmelpforten vorbei waren es nur noch wenige Radkilometer bis zum Etappenziel Stade. Die Hansestadt am Elbenebenfluss Schwinge gefiel mit ihrer wunderschönen historischen fast völlig von Wasser umgebenen Altstadt und den verwinkelten Gassen.

Durch das Alte Land, dem größten zusammenhängenden Obstanbaugebiet Nordeuropas, führte der Radweg der 4. und letzten Etappe von Stade über Jork bis zur Elbfähre Cranz – Blankenese. Nach der Überfahrt am Airbus-Gelände der Flugzeugwerft Hamburg vorbei warteten noch einmal einige (ungewohnte) Bergkilometer, ehe das Hotelquartier für die beiden Schlusstage im schleswig-holsteinischen Schenefeld an der Hamburger Stadt- und Landesgrenze bezogen wurde.

Highlights am radfreien Tag in Hamburg waren die große 1 ½ stündige Barkassen-Hafenrundfahrt und die Besichtigung des neuen Hamburger Wahrzeichens Elbphilharmonie mit dem einzigartigen Ausblick von der Besucherplattform über den Hafen und die Stadt. Der ereignisreiche Hamburger „Ruhetag“ klang in den Biergärten der urigen Hafenkneipen  Zum Schellfischposten (bekannt aus der NDR Show Inas Nacht) und Haifisch-Bar aus. 

Bild 1: Die Gruppe am Begleitfahrzeug. V.l.n.r.: Eckhard Weber, Klaus Ortseifen, Achim
            Kiefer, Gerhard Henkel, Ottmar Morgenschweis, Horst Höwer, Werner Schmitz,
            Otmar Weiand, Eckhard Henkel, Friedhelm Weiand, Matthias Kiefer, Manfred
            Griebling.

Bild 3: Mittagspause im Küstenbadeort Dorum-Neufeld.