HERZLICH WILLKOMMEN 

Ostseeküste vom 2. bis 7. Juli 2023

Die Senioren-Radler und Ex-Kicker der SG Herschbach-Schenkelberg unternehmen seit 2003 mehrtägige in- und ausländische Radtouren. Für die 21. Jahresfahrt in Folge stand der Ostseeküsten-Radweg in Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern von Lübeck bis Stralsund mit Rügen-Besuch auf dem Programm.

Bei überwiegend guter Wegequalität und angenehmen Temperaturen hatten die 51- bis 81-jährigen Hobby-Radler nach vier pannenfreien Tagesetappen entlang der Küstenlandschaft vor der Lübecker und Mecklenburger Bucht 310 km in den Beinen: Vorbei an urwüchsigen Naturstränden, imposanten Steilküsten und durch traditionsreiche Seebäder und geschichtsträchtige Städte mit zahlreichen touristischen Sehenswürdigkeiten.
In den Hansestädten Lübeck, Wismar und Stralsund beeindruckten die zum UNESCO Weltkulturerbe erklärten wunderschönen mittelalterlichen Altstadtviertel. Sehenswert auch die beiden weiteren Etappen- und Übernachtungsorte, die Hanse- und Universitätsstadt Rostock und das romantische Hafenstädtchen Barth, die „sagenhafte Vineta-Stadt“ an der vorpommerschen Ostseeküste. Zwischenstopps mit Trink- und Mittagspausen gab es u.a. in den Ostseebädern Boltenhagen, Rerik, Kühlungsborn, Nienhagen, Born am Darß und Barhöft. In Stralsund fand die Viertagestour mit dem Radeln über den Rügendamm (Bj.1936/37) bei einer Kaffeepause am Strand von Altefähr/Rügen ihren gelungenen Abschluss.

Sehr interessant war am letzten (radfreien) Tag die Fahrt im offenen Doppeldeckerbus durch die Stralsunder Altstadt, vorbei an zahlreichen historischen Gebäuden und Plätzen mit anschließender Strelasundquerung über den Rügendamm und parallel zurück auf der mächtigen 4 km langen, 2007 fertiggestellten Hochseebrücke (B 96) über die Insel Dänholm
mit tollem Blick auf die Skyline der Welterbestadt Stralsund.

Die mehrstündige An- und Abreise nach Lübeck und von Stralsund erfolgte mit der Bahn (ICE). Für den hilfreichen tourbegleitenden Rad- und Gepäcktransfer bei der Hin- und Rückreise und den Tagesetappen stand ein Kleintransporter (Mercedes-Sprinter) mit Fahrer Horst Höwer zur Verfügung. Bei der langen Anfahrt nach Lübeck und Rückfahrt von Stralsund unterstützte ihn Radler Gerd Henkel.

Die Jahresfahrten seit 2003 (rd. 5.300 km):

Nahe, Main (Würzburg-Aschaffenburg), Saar/Mosel (Mettlach-Trier-Bullay), Neckar (Stuttgart-Heidelberg),
Fulda/Weser (Kassel-Hameln), Lahn, Ruhr, Bodensee, Ahr/Rhein (Blankenau-Sinzig-Köln-Neuwied),
Elbe (Dresden-Bad Schandau-Riesa-Dresden), Donau 1 (Ingolstadt-Passau), Donau 2 (Passau-Wien),
Ems (Warendorf-Emden), Romantische Straße/Tauber/Main (Donauwörth-Rothenburg o.d.T.-Wertheim,
Miltenberg), Spree (Bautzen-Berlin), Weser/Nordseeküste/Elbe (Bremen-Cuxhaven-Hamburg), Isar,
Fünf-Flüsse-Radweg (Nürnberg-Regensburg-Nürnberg), Rhein/Nahe (Herschbach-Koblenz-Bingen-
Bad KreuznachEbernburg-Mainz-Boppard-Herschbach), Rhein/Sieg/Nister (Herschbach-Bendorf-Bonn-
Hennef-Wissen-Herschbach).

Ankunft in Lübeck

V.l.n.r.: Matthias Kiefer, Klaus Ortseifen, Otmar Michels, Ottmar Morgenschweis, Werner Alef, Werner Schmitz, Otmar Weiand, Gerd Henkel, Horst Höwer,
Friedhelm Weiand, Jens Köhler, Eckhard Weber, Ulli Hehl, Achim Kiefer.

Mittagstisch in Lübeck

Vor dem Hotel in Barth

Am Hafen Barth

Marktplatz Barth

Radler Rundfahrt

Westerwald-Rhein-Sieg-Nister 


Vom 04. bis 07. Oktober 2022 setzte die Senioren-Radgruppe der SG Herschbach-Schenkelberg mit 14 Teilnehmern die Reihe ihrer Jahrestouren fort. Nachdem der für Juni geplante RadTrip Düsseldorf < Amsterdam zum zweiten Mal krankheits- bzw. coronabedingt abgesagt werden musste, entschloss man sich ersatzweise zu einer heimatnahen Viertagesrundfahrt im nördlichen Rheinland-Pfalz und südlichen Nordrhein-Westfalen. Mit Start und Ziel Herschbach waren bei der 20. Jahrestour in Folge und sonnigem Herbstwetter die Etappen- und Übernachtungsorte an Rhein und Sieg Bad Hönningen, Hennef und Wissen.

Die 1. Tagesetappe verlief auf dem Westerwald-Rhein-Radweg über Kleinmaischeid, Thalhausen und ab Isenburg durch das Sayntal nach Bendorf zur Mittagspause. Auf dem rechtsrheinischen Radweg wurde an den Schlössern Engers und Neuwied und der Burgruine Hammerstein vorbei das Etappenziel Bad Hönningen erreicht.

Tags darauf folgte ein früher Zwischenstopp auf dem historischen Marktplatz in Linz mit seinen farbenfrohen Fachwerkbauten, ehe vorbei an den Restpfeilern der Brücke von Remagen, der Erpeler Ley und über die Uferwege der Rheinorte Unkel, Bad Honnef und Königswinter in einem Rheinlokal in Bonn-Beuel Mittagsrast gemacht wurde. Richtung Siegmündung in den Rhein nördlich von Bonn gelangten
die Hobbyradler auf den abwechslungsreichen und landschaftlich reizvollen Sieg-Radweg. Die Uferstädte Troisdorf, Siegburg und St. Augustin wurden passiert, bevor man im Etappenort Hennef („Stadt der 100 Dörfer“) eintraf.

Unterhalb der Hennefer Burganlage Blankenberg führte der Radweg am dritten Tag in das beschauliche Siegstädtchen Eitorf zur morgendlichen Kaffeepause und weiter durch die Siegauen vorbei am Wasserfall in Schladern zum Mittagstisch in Windeck-Rosbach, der letzten Station im nordrhein-westfälischen Rhein-Siegkreis. Im angrenzenden rheinland-pfälzischen Kreis Altenkirchen und dortigen Wisserland wartete mit dem Luftkurort Wissen an der Sieg das nächste Tagesziel.

Der anspruchsvollste Teil der 250 km-Rundstrecke sollte am 4. Etappentag folgen, als ab der Nister-Mündung in die Sieg auf dem Nister-Radweg die Westerwaldhöhen von Wissen bis Hachenburg über Stein-Wingert, die Kroppacher Schweiz und Kloster Marienstatt zu überwinden waren. Nach dem Zwischenstopp in der Marienstatter Brauhaus-Gaststätte folgte ein letzter Anstieg auf dem Radweg zur Alpenroder Hütte, wo man bei einem kräftigen Eintopf die gelungene und ereignisreiche Tour ausklingen ließ, bevor noch die letzten Radkilometer an der Westerwälder Seenplatte vorbei zurückzulegen waren.

Bild 1:  Am Rheinufer in Bonn-Beuel
Vorne v.l.n.r.: Klaus Ortseifen, Matthias Kiefer, Achim Kiefer, Ottmar Morgenschweis,
Werner Alef, Horst Höwer, Friedhelm Weiand, Uli Hehl, Otmar Weiand.
Hinten v.l.n.r.: Jens Köhler, Otmar Michels, Werner Schmitz, Eckhard Weber, Gerd Henkel.

 

Bild 2: An der „Brücke von Remagen“
Bild 3: Grundschüler verabschieden Radler

RADTOUR RHEIN UND NAHE RHEINLAND-PFALZ

Vom 1. bis 5. August unternahm die 2003 gegründete Senioren-Radgruppe der SG Herschbach-Schenkelberg zum 19. Mal ihre Jahrestour.

Man war überwiegend auf den Radwegen an Rhein und Nahe in Rheinland-Pfalz unterwegs, abgesehen von dem rechtsrheinischen Abstecher durch den Rheingau von Wiesbaden nach Rüdesheim. Die eigentlich für dieses Jahr eingeplante Radroute Düsseldorf – Amsterdam/NL wurde pandemiebedingt gecancelt.

Mit Start und Ziel in Herschbach/Schenkelberg wurden in fünf Tagesetappen bei überwiegend angenehmen Radlwetter rd. 370 km zurückgelegt.

Die 1. Etappe führte durch das Sayntal und nach der Rheinüberquerung am Schloss Engers (Urmitzer Eisenbahnbrücke) über Koblenz, Rhens in den Zielort Boppard bzw. die „Perle des Rheins“, wie die Kleinstadt mit ihrer mondänen Rheinpromenade und der zweitürmigen spätromanischen St. Severus Kirche samt Römerkastell auch genannt wird.

Weiter ging es am zweiten Tag auf dem schönsten und romantischsten Streckenabschnitt des Rheinradweges im UNESCO-Welterbe Oberes Mittelrheintal an das Rhein-Nahe-Eck in Bingen. Neben dem sagenumwobenen Loreleyfelsen bei St. Goar grüßten auf beiden Seiten des Rheins über 40 Burgen, Schlösser und Burgruinen. Naheaufwärts wurde die Kurstadt Bad Kreuznach mit ihren bekannten Brückenhäusern (Wahrzeichen) passiert, ehe durch das Salinental der Kreuznacher Stadtteil Bad Münster am Stein-Ebernburg erreicht wurde. Übernachtet wurde auf der Ebernburg (Geburtsort des Reichsritters Franz von Sickingen) mit beeindruckenden Blicken ins Nahe- und Alsenztal und auf die nahen Felsmassive Rotenfels und Rheingrafenstein.

Erneut durch Bad Kreuznach führte die 3. Etappe zurück zur Nahemündung am Binger Loch mit dem im Rhein stehenden Mäuseturm. Rheinaufwärts über Ingelheim radelten die Ex-Kicker in die Landeshauptstadt Mainz mit ihren vielen Sehenswürdigkeiten.

Die 4. Etappe begann mit der Fahrt durch den Rheingau mit seinen berühmten hessischen Winzerorten Eltville, Oestrich-Winkel, Geisenheim und Rüdesheim. Da der rechtsrheinische Radweg nicht vollständig fertiggestellt ist, wurde nach der Übersetzung mit der Fähre „Mary Roos“ ab Bingen – nach einem Blick zurück auf das über Rüdesheim thronende  Niederwalddenkmal – linksrheinisch wieder das Übernachtungshotel in Boppard angesteuert.

Die Schlussetappe begann mit der Rheinüberfahrt per Fähre nach Kamp-Bornhofen/ Filsen, um am rechten Ufer über Lahnstein, KO-Ehrenbreitstein, Vallendar zur Mittagspause in Bendorf zu radeln. Die gelungene und erlebnisreiche Radtour endete über die Sayntal-
strecke Bendorf – Selters wieder an Start und Ziel am Sportplatz Waagweiher.

Für den Gepäckservice mit dem gemieteten Kleintransporter zeichnete wiederum Radler-mitglied Horst Höwer verantwortlich.

Natürlich kam auch der kulinarische Teil nicht zu kurz. Mittagspausen gab es im Koblenzer Brauhaus-Biergarten, zweimal am Rheinufer in Bingen, in der Drosselgasse in Rüdesheim (Gasthaus Quetschkommod) und in Bendorf. Bopparder Abendtische waren im historischen Karmeliterhof und im Römerhaus am Kastell bestellt. Beim Landhausbesuch im Bonn-heimer Hof in Hackenheim/Bosenheim mit seinem geschmackvollen Ambiente konnten die aus Bad Kreuznach-Bosenheim stammenden Achim und Matthias Kiefer familiäre und fußballsportliche Bindungen erneuern. Im Mainzer Restaurant Cubo Negro am Karmeliter-platz gab es ein Wiedersehen mit dem gebürtigen Herschbacher Guido Gräf, der in Mainz eine Rechtsanwaltskanzlei unterhält, und einer in Mainz-Kostheim wohnenden Kiefer-Verwandten (Nichte/Cousine).

Nachstehend alle Jahresfahrten 2003-2021 (rd. 5.000 km):
Nahe (Quelle-Rheinmündung), Main (Würzburg-Aschaffenburg), Saar/Mosel (Mettlach- Bullay), Neckar (Stuttgart-Heidelberg), Fulda/Weser (Kassel-Hameln), Lahn (Quelle-Rhein-mündung), Ruhr (Quelle-Rheinmündung), Bodensee (Konstanz-Konstanz), Ahr/Rhein (Blankenheim-Sinzig-Köln-Engers), Elbe (Dresden-Bad Schandau-Riesa-Dresden), Donau 1 (Ingolstadt-Passau), Donau 2 (Passau-Wien), Ems (Warendorf-Emden), Romantische Straße/Tauber/Main (Donauwörth-Wertheim-Miltenberg), Spree (Bautzen-Berlin), Weser/Nordseeküste/Elbe (Bremen-Cuxhaven-Hamburg), Isar (Mittenwald-Plattling),
Fünf-Flüsse-Radweg (Nürnberg-Regensburg-Nürnberg/Pegnitz/Vils/Naab/Donau/Altmühl),
Rhein/Nahe (Herschbach-Bad Kreuznach-Mainz-Herschbach).

Bild 1
Hotel am Römerkastell in Boppard:
V.l.n.r.: Eckhard Weber, Achim Kiefer, Werner Schmitz, Otmar Michels, Friedhelm Weiand, Gerd Henkel, Horst Höwer, Werner Alef, Ottmar Morgenschweis, Klaus Ortseifen, Otmar Weiand, Jens Köhler, Matthias Kiefer.


Nicht teilnehmen konnten: Uli Hehl, Theo Günster, Bernd Otto, Manfred Griebling, Ottmar Krah.

Bild 2
Ebernburg mit Rotenfels

RADTOUR 5 FLÜSSE 2020

Radler auf Jahrestour im Herzen Bayerns

Die Senioren-Radler der SG Herschbach-Schenkelberg unternehmen seit 2003 mehrtägige Touren zumeist auf Radwegen an in- und ausländischen Flüssen und Seen. Da die für Anfang Juli geplante Radtour an Moldau und Elbe von Prag nach Dresden wegen der Coronavirus-Beschränkungen abgesagt wurde, entschied man sich kurzerhand, vom 8. bis 13. August den bayerischen Fünf-Flüsse-Radweg zu befahren, der ohnehin für später auf dem Programm gestanden hätte.

Bei hochsommerlichen Temperaturen legten die SG-Radler in vier Tagesetappen durch Mittelfranken, die Oberpfalz, Nieder- und Oberbayern 330 km zurück. Die Rundroute zählt zu einem der schönsten und vielseitigsten Radfernwege in Deutschland. Abwechslungsreich ging es entlang der Flüsse Pegnitz, Vils, Naab, Donau und Altmühl sowie eine Zeit lang am Main-Donau-Kanal und am Ludwig-Donau-Main-Kanal durch die idyllischen und ursprünglichen Landschaften von Fränkischer Alb und Bayerischem Jura in schmucke mittelalterliche Städte und Märkte.

Start und Ziel war die Frankenmetropole Nürnberg – die beliebte Touristenstadt an derPegnitz mit ihrem eindrucksvollen historischen Stadtkern im Zeichen der Kaiserburg. Neben zweimal Nürnberg waren die oberpfälzische Kreisstadt Amberg an der Vils, die UNESCO-Welterbestadt Regensburg an der Donau und die Kleinstadt Beilngries im Naturpark Altmühltal die weiteren Etappen- und Übernachtungsorte.

Die ungewöhnlichste Unterbringung erlebten die 13 Teilnehmer im Hotel „Fronfeste“ in Amberg, wo sie mit „Willkommen zur Rast im Knast“ begrüßt wurden. So wirbt das Themen-Hotel, das als ehemaliges Gefängnis in die historische Stadtmauer von Amberg integriert ist. Die „Knast-Unterkunft“ wartete mit einer hochwertigen und originellen Ausstattung für den gehobenen „Schlafvollzug“ mit Frühstück im „Kit(t)chen“ auf.

Mittagspausen in schattigen Biergärten gab es in Weigendorf/Oed an der Pegnitz, im malerischen Kallmünz (Perle des Naabtales), am Zusammenfluss von Altmühl und Donau in Kelheim (mit der weit sichtbaren Befreiungshalle König Ludwig I.) und im beschaulichen Berg bei Neumarkt i.d.OPf. am Ludwig-Donau-Main-Kanal.

Bei Hitzegraden von +30 C und darüber waren weitere Zwischenstopps mit Trinkpausen angesagt. U.a. in Lauf a.d.Pegnitz, in der Herzogstadt Sulzbach-Rosenberg, im Markt Schmidmühlen an der Vils, im Donaukurort Bad Abbach, im romantischen Altmühlort Riedenburg und im Markt Feucht im Süden des Nürnberger Lands.

In der hübschen Fremdenverkehrsgemeinde Essing/Altmühltal beeindruckte die 193 m lange, geschwungenen Spannbandholzbrücke „Tatzlwurm“, die zweitlängste ihrer Art inEuropa. Die Fußgänger- und Radfahrerbrücke überspannt Altmühl/Main-Donau-Kanal und Bundesstraße.

Die An- und Rückreise nach und von Nürnberg erfolgte mit dem ICE ab Montabaur.

Sehr hilfreich war das Service-Duo Griebling/Otto, das per Kleintransporter für einen reibungs- losen tourbegleitenden Rad- und Gepäcktransfer sorgte.

Die Jahresfahrten seit 2003 (rd. 4.500 km): Nahe, Main, Saar/Mosel, Neckar, Fulda/Weser, Lahn, Ruhr, Bodensee, Ahr/Rhein, Elbe, Donau 1/2 (Ingolstadt-Passau-Wien), Ems, Romantische Straße/Tauber/Main, Spree (Bautzen-Berlin), Weser/Nordseeküste/Elbe (Bremen-Cuxhaven-Hamburg), Isar. 

ISAR RADWEG 2019

Herschbach-Schenkelberger Radler an der Isar

Die Hobby-Radler und Ex-Kicker der SG Herschbach-Schenkelberg unternehmen seit 2003 ihre mehrtägigen Jahresfahrten überwiegend auf deutschen Fluss-Radwegen. Die Seniorengruppe war in der ersten Juliwoche auf Tour Nr. 17 an der Isar in Ober- und Niederbayern unterwegs, wo man den zunächst gletschergrün leuchtenden Fluss auf seinem landschaftlich reizvollen Weg vom Karwendelgebirge an der deutsch-österreichischen Grenze zur Donau begleitete.

In vier Tagesetappen wurden bei zumeist idealem Radlwetter 290 km zurückgelegt. Startort war die malerische, besonders durch seine Geigenbaugeschichte bekannte Marktgemeinde Mittenwald zwischen Karwendel- und Wettersteingebirge. Als Etappen- und Übernachtungsorte folgten die Kurstadt Bad Tölz mit ihren reich verzierten Häusern (Lüftlmalereien) im historischen Ortskern,
die Medienstadt Unterföhring im Norden Münchens, die Herzogstadt Landshut mit Burg Trausnitz und dem baukulturell bedeutenden, besterhaltenen historischen Stadtkern Deutschlands samt der stattlichen Stiftskirche „St. Martin“ (mit 130,5 m höchster Backsteinkirchturm der Welt) und schließlich die Nibelungenstadt Plattling wenige Kilometer vor der Isarmündung in die Donau.

Ein zusätzlicher (radfreier) Besuchstag wurde in der 1,5 Mio-Isar-Metropole München eingelegt. Stationen dabei waren u.a. Marienplatz, Rathaus, Frauenkirche, Viktualienmarkt, Hofbräuhaus und das Paulaner am Nockherberg.

Stopps zur Mittagszeit gab es für die 12 Teilnehmer am Sylvensteinstausee in Lenggries-Fall, an der Floßanlegestelle beim Brückenwirt in München-Grünwald, in Moosburg a.d.I. und in Mamming bei Landau a.d.I.. Zwischenstopps mit Trinkpausen wurden u.a. im Touristenort Wallgau, im Englischen Garten in München, in der Dom- und Universitätsstadt Freising und in der Kreisstadt Dingolfing (Standort BMW-Werk mit 18.000 Beschäftigten) eingelegt.

Die Hin- und Rückfahrt erfolgte mit der Bahn. Für den Rad- und Gepäcktransfer wurde wieder  ein Kleintransporter eingesetzt.

Bild 1 
Die 12 Teilnehmer in den Isarauen. V.l.n.r.: Matthias Kiefer, Klaus Ortseifen, Uli Hehl, Gerd Henkel, Eckhard Henkel, Ottmar Morgenschweis, Theo Günster (feierte zwei Tage vor Tourantritt seinen 80. Geburtstag), Otmar Weiand, Horst Höwer, Friedhelm Weiand, Eckhard Weber, Achim Kiefer.

 

Radtour Bremen-Nordseeküste-Hamburg 2018

In der letzten Juniwoche waren die Herschbach-Schenkelberger Senioren-Radler und Ex-Kicker auf ihrer 16. Jahrestour in Folge. Nach Bautzen-SpreeRadweg-Berlin im vergangenen Jahr radelte man jetzt in den norddeutschen Bundesländern Bremen, Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Hamburg. Mit Start in Bremen waren auf den Radwegen an Unterweser, Nordseeküste und Unterelbe bei gutem Radlwetter die Städte Nordenham, Cuxhaven, Stade und Hamburg die Zielorte nach vier erlebnisreichen Etappentagen über insgesamt 280 km.

Die Hin- und Rückreise nach Bremen und von Hamburg erfolgte mit der Bahn. Für den Rad- und Gepäcktransfer stand wieder ein Kleintransporter zur Verfügung, der die Gruppe auch auf den Tagesetappen begleitete. 

Am Anreisetag wartete die alte Hansestadt Bremen mit vielen Sehenswürdigkeiten auf. Der Besuch des historischen Marktplatzes mit dem prachtvollen Rathaus samt Ratskeller (UNESCO-Weltkulturerbe) sowie dem Bremer Wahrzeichen Roland und der Bronzeplastik Bremer Stadtmusikanten stand ebenso auf dem Programm, wie die fußläufigen Abstecher in das idyllische, mittelalterliche Schnoorviertel und die berühmte Böttcher-straße in der Altstadt. Auch die gastronomische Flaniermeile Schlachte entlang der Weserpromenade wurde durchwandert.

Die erste Radetappe durch die Wesermarsch endete – nach einem Zwischenstopp in der Hanse- und Kreisstadt Brake – im Übernachtungsort Nordenham, dem Tor zur Halbinsel Butjadingen. Am nächsten Morgen war nach einer 20-minütigen Überfahrt mit der Weserfähre Blexen die moderne Seestadt Bremerhaven zu passieren, wo das sehr beeindruckende und riesige Überseehafengebiet an der Wesermündung in die Nordsee durchquert werden musste, bevor im Küstenbadeort Dorum-Neufeld im Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer die Mittagspause anstand. Auf den Deichradwegen durch das Land Wursten wurde schließlich als nächstes Etappenziel das Nordseeheilbad Cuxhaven mit seinem Wahrzeichen Kugelbake erreicht, einem alten nautischen Seezeichen an der Elbmündung in die Nordsee. Am meist befahrenen Weltschifffahrtsweg (jährlich 80.000 Wasserfahrzeuge vom Ozeanriesen bis zum Fischkutter) wurde auch das Hafenbollwerk Alte Liebe besichtigt, ein ehemaliger Hafenanleger und Wellenbrecher aus dem Jahre 1733. Am jetzt als Aussichtsplattform genutzten zweigeschossigen Holzbauwerk legen täglich die Schiffe zu den Inseln Helgoland und Neuwerk an.

Nach dem Start zur 3. Etappe war schon gleich hinter Cuxhaven inmitten der am Deich weidenden Schafherden der über 120 Jahre alte Museumsleuchtturm Dicke Berta (Wahrzeichen des Küstenorts Altenbruch) zu bestaunen. Der mächtige Rundturm diente lange Zeit der Schifffahrt auf der Elbe und ist heute mit seinem Restaurant ein beliebter Treffpunkt für Trauungen und andere Familienfeiern. Die weiteren Stationen auf dem Nordseeküsten- und Elberadweg in Richtung Stade waren das Nordseebad Otterndorf (der Mündungsbereich der Elbe ist hier 17,5 km breit), die Marktgemeinde Cadenberge  und die Kleinstadt Hemmoor an der Oste. Hier wartete ein tolles sprich „schwebendes“ Erlebnis auf die Radgruppe, als man mit der einzigartigen Schwebefähre Osten-Hemmoor den Elbenebenfluss Oste in der Luft überquerte. Die 110 Jahre alte Fähre steht heute als technisches Kulturdenkmal unter Schutz. Am Weihnachtspostamt im Christkinddorf  Himmelpforten vorbei waren es nur noch wenige Radkilometer bis zum Etappenziel Stade. Die Hansestadt am Elbenebenfluss Schwinge gefiel mit ihrer wunderschönen historischen fast völlig von Wasser umgebenen Altstadt und den verwinkelten Gassen.

Durch das Alte Land, dem größten zusammenhängenden Obstanbaugebiet Nordeuropas, führte der Radweg der 4. und letzten Etappe von Stade über Jork bis zur Elbfähre Cranz – Blankenese. Nach der Überfahrt am Airbus-Gelände der Flugzeugwerft Hamburg vorbei warteten noch einmal einige (ungewohnte) Bergkilometer, ehe das Hotelquartier für die beiden Schlusstage im schleswig-holsteinischen Schenefeld an der Hamburger Stadt- und Landesgrenze bezogen wurde.

Highlights am radfreien Tag in Hamburg waren die große 1 ½ stündige Barkassen-Hafenrundfahrt und die Besichtigung des neuen Hamburger Wahrzeichens Elbphilharmonie mit dem einzigartigen Ausblick von der Besucherplattform über den Hafen und die Stadt. Der ereignisreiche Hamburger „Ruhetag“ klang in den Biergärten der urigen Hafenkneipen  Zum Schellfischposten (bekannt aus der NDR Show Inas Nacht) und Haifisch-Bar aus. 

Bild 1: Die Gruppe am Begleitfahrzeug. V.l.n.r.: Eckhard Weber, Klaus Ortseifen, Achim
            Kiefer, Gerhard Henkel, Ottmar Morgenschweis, Horst Höwer, Werner Schmitz,
            Otmar Weiand, Eckhard Henkel, Friedhelm Weiand, Matthias Kiefer, Manfred
            Griebling.

Bild 3: Mittagspause im Küstenbadeort Dorum-Neufeld.

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